Josefine Heinemann spricht das aus, was aufgrund der Corona-Krise viele momentan denken, die mit der Sparkassen Chess Trophy zu tun haben: "Hoffentlich findet es statt". Die Damengroßmeisterin ist eine von sechs Meisterspielerinnen, die sich für das Traditionsturnier im Ruhrgebiet angemeldet haben. Genau wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Szene muss sie sich momentan in Geduld üben. Nicht nur bezüglich ihrer schachlichen Verpflichtungen, sondern auch bezüglich der alltäglichen Dinge. Wir sprachen mit ihr u.a. über ihre Lage in Mannheim. Dort studiert die 22-jährige Bundesligaspielerin des SC Viernheim Wirtschaftsmathematik.

Würde es nach Niclas Huschenbeth gehen, hätte der Tag wohl mehr als 24 Stunden und Schlafen wäre keine notwendige Maßnahme. Er ist Großmeister, betreibt eine Online-Schachschule sowie einen YouTube-Kanal und wird in diesem Jahr sein Studium in Wirtschaftspsychologie in Berlin mit dem Master abschließen. Ach ja, in die Top 100 der Weltrangliste möchte er es auch schaffen und falls ihm das gelingt, wird der Nationaltrainer, Dorian Rogozenco, kaum an ihm vorbeikommen für die Schacholympiade in Moskau im August. Davor steht allerdings die Sparkassen Chess Trophy in Dortmund auf dem Programm.

Noch wird Luis Engel in der Elo-Liste als Internationaler Meister geführt, doch das wird sich spätestens ab Anfang April ändern, wenn die monatlichen Auswertungen in die Bewertungen einfließen werden. Bei der aktuell laufenden FIDE-Generalversammlung in Abu Dhabi gehört er zu den Spielern, die der Weltschachverband erwartungsgemäß zum Großmeister ernannte. Neben dem zwei Jahre jüngeren Vincent Keymer ist der 17-jährige Hamburger zweifellos das größte deutsche Schachtalent und wird im Sommer sein Können auch bei der Sparkassen Chess Trophy unter Beweis stellen.

Von allen bisher angemeldeten Titelträgern ist er die unangefochtene Nr. 1 im Feld. Die Rede ist von Radoslaw Wojtaszek, der das Sparkassen Chess-Meeting 2017 gewann und seitdem ein gern gesehener Gast in Dortmund ist. Das liegt nicht nur an seiner Spielstärke, sondern auch an seinem sympathischen Auftreten. "Radek" wird dabei von seiner nicht weniger reizenden Ehefrau Alina Kashlinskaya begleitet. Sie ist aber nicht eine typische Spielerfrau, die das Wirken ihres Mannes von der Ferne unterstützt. Sie nimmt selbst am Open teil und kämpft um einen Preis. Bei der Sparkassen Chess Trophy 2020 starten beide als Favoriten in ihren Kategorien. Während der 33-jährige Großmeister aus Polen die Nr. 1 der Setzliste im Open ist, ist die 26-jährige Damengroßmeisterin die Favoritin auf den 1. Damenpreis.

Mateusz Bartel ist ob seiner dynamischen Spielweise ein gern gesehener Gast auf Schachturnieren und dementsprechend freuen sich die Organisatoren über die Teilnahme des 35-jährigen polnischen Großmeisters bei der Sparkassen Chess Trophy. Für Bartel ist es nach 2012 das zweite Mal, dass er in Dortmund dabei ist. Vor acht Jahren qualifizierte er sich durch den Sieg beim Aeroflot-Open für das Großmeisterturnier. In diesem Jahr nahm er die persönliche Einladung an.

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